E10 tanken

Warum Super E10 tanken?

Die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen des Straßenverkehrs müssen sinken. Seit dem Jahr 2015 gilt in Deutschland deshalb die gesetzliche Pflicht, den Treibhausgasausstoß von Benzin und Diesel zu vermindern. Bei Benzin geschieht das mit zertifiziert nachhaltigem Bioethanol in Super E5, Super E10 und Super Plus. In Deutschland haben über 30 Millionen Autos einen Benzinmotor. Bis auf nur noch wenige Ausnahmen sind diese Autos für Super E10 geeignet. Ob Ihr Auto dazugehört, können Sie hier kostenlos nach den verbindlichen Angaben der Autohersteller erfahren.

Seit 2006 enthalten alle Ottokraftstoffsorten (Benzin) in Deutschland Bioethanol. Die Bezeichnung Super hat deshalb mitunter den Zusatz "enthält bis zu 5% Bioethanol". Das im Jahr 2011 in Deutschland eingeführte Super E10 enthält bis zu 10% Bioethanol. In Deutschland vertragen über 90% der Autos mit Benzinmotor und in der Regel alle Neuwagen mit Benzinmotor ohne jede Einschränkung Super E10. Die europäische Norm für Ottokraftstoffe DIN EN 228 gewährleistet dieselbe Qualität von Super E10 in Deutschland und allen anderen EU-Mitgliedsländern, wie etwa von "SP95-E10" in Frankreich. Bioethanol ist der einzige zertifiziert nachhaltige Ottokraftstoff mit amtlich registriertem Nachweis. Die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung stellt sicher, dass Bioethanol nicht von besonders schützenswerten Flächen stammt und deutlich den Treibhausgasausstoß senkt. Die Treibhausgaseinsparung mit Bioethanol im Jahr 2016 ist auf 73% gegenüber dem gesetzlichen fossilen Vergleichswert für Benzin amtlich festgestellt worden. Pro Liter Super E10 werden so bis zu 128 g des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart.

Bioethanol wird in Deutschland aus nachwachsenden Rohstoffen (Futtergetreide und Industrierüben) sowie aus Reststoffen und Abfällen der Land- und Lebensmittelwirtschaft hergestellt. Zum Beispiel wird Futtergetreide zu etwa einem Drittel zu Bioethanol verarbeitet; aus zwei Dritteln werden eiweißreiches Tierfutter und andere Produkte wie Hefe, Gluten, biogene Kohlensäure sowie Biodünger und Biomethan gewonnen. Heimisches Bioethanol schafft und sichert Arbeitsplätze in Deutschland und bewirkt deutlich weniger klima- und umweltschädliche Erdölimporte. Bioethanol wird nicht subventioniert, sondern genauso hoch besteuert wie fossiles Benzin aus Erdöl.